Unterrichtsidee mit Einsatz des Whiteboards zum Thema Kombinatorik

Hallo an alle Mathelehrer da draußen,

ich bin im Moment im Rahmen meiner Zulassungsarbeit zum Thema „Gamification in der Grundschule“ für 2 1/2 Wochen in einer vierten Klasse und gestalte eine Unterrichtseinheit zum Thema Stochastik. Diese Woche hatten wir das Thema Kombinatorik. Angefangen mit dem Kleidungsproblem und Baumdiagrammen („Ich habe 3 T-Shirts, 4 Hosen und 5 Paar Schuhe im Schrank – wie viele Möglichkeiten hab ich?“ und „Ich habe 32 Möglichkeiten mich anzuziehen, was könnte ich für Kleidungsstücke im Schrank haben?“) haben wir uns dann in der Mitte der Woche dem Problem gewidmet, das im Moment wunderbar mit einem Nachspielen des Jahreswechsels darzustellen ist: um Mitternacht wird angestoßen – wie oft klingen bei 4,5,6 Personen die Gläser? Und wie kann man das als Rechnung aufschreiben?
Um dies in der darauffolgenden Stunde noch zu vertiefen, sollten hier erstens die Zahlen größer werden und auch der Anspruch der Aufgaben erweitert werden. In der „Daten, Zufall und Wahrscheinlichkeiten“ – Box vom Westermann Verlag, die zum Vertiefen des Stoffes und Fordern stärkerer Schüler meiner Meinung nach echt super ist, bin ich auf eine Aufgabe gestoßen, in der die Schüler errechnen sollen, wie viele Fotos entstehen, wenn man in einer Klasse jeden mit jedem fotografieren möchte.

Dazu hatte ich 2 Stunden vor Beginn der Unterrichtsstunde spontan eine Idee, wie man in diese Unterrichtsstunde einsteigen könnte, wenn man ein Whiteboard zu Verfügung hat und diese Stunde dann auch als Ersatz für die Silvesterstunde herhalten kann.
In diesem Fall könnte man die erste Aufgabe tatsächlich mit einem Fotoapparat starten. Man erzählt den Schülern von dieser Aufgabe und gibt ihnen in Gruppen von 4-5 Schülern den Auftrag, sich eine gute Organisation zu überlegen, diese Fotos zu schießen, so dass keiner vergessen wird und man einen Überblick darüber behält.
Anschließend werden die Konzepte vorgestellt und nach einer der Methoden auch tatsächlich die Fotos geschossen.

Und hier kommt das Whiteboard ins Spiel.
Hinterher müssen die Fotos natürlich sortiert werden. Daran kann man dann sehr schön sehen, wie man solche Aufgaben auch rechnerisch löst und warum das so funktioniert.
Diesen Vorgang kann man gemeinsam mit den Kindern am Whiteboard machen. Die Fotos erscheinen alle zusammen auf der Wand und man entwickelt gemeinsam mit den Kindern eine Ordnung und kann die Ideen durch hin- und herziehen der Fotos auch direkt umsetzen.
Ist die Fotoanzahl dafür zu hoch bei z.B. 25 Schülern und Schülerinnen, könnte man die Fotos auch in den einzelnen Gruppen umsetzen (idealerweise hat dann jede Gruppe eine andere Schüleranzahl), um am Ende direkt mehrere Beispiele zu haben. Anhand dieser Beispiele bekommen die Schüler dann die Aufgabe, die Rechnung für die gesamte Kasse aufzustellen, ohne, dass der Lehrer noch mal vertieft oder wiederholt, wie genau der rechnerische Prozess funktioniert.

Ohne Whiteboard ist der Sortiervorgang natürlich auch möglich, indem man die Fotos ausgedruckt mit Magneten an die Tafel hängt. Allerdings muss man die Stunde dann mindestens an zwei verschiedenen Tagen machen, da die geschossenen Fotos erstmal ausgedruckt werden müssen, was wiederum mit Kosten verbunden ist.

Da ich zur Zeit kein Whiteboard zur Verfügung habe und meine Möglichkeiten, die Stunde spontan in einer anderen Klasse umzusetzen, beschränkt sind, würde ich mich freuen, wenn einer von euch diese Idee entdeckt und sie auch tatsächlich mal umsetzt. Ich bin gespannt auf Rückmeldungen, ob diese Idee umgesetzt werden kann und die Schüler dadurch motiviert werden, sich hinterher mit diesem Problem auseinanderzusetzen 🙂

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2 Kommentare zu “Unterrichtsidee mit Einsatz des Whiteboards zum Thema Kombinatorik

  1. m.g. sagt:

    Nimm unsere neuen Convertibles, da kann jeder Schüler selbst auf dem Bildschirm schieben ….

  2. Andrea sagt:

    Hallo Janna, Ich schreibe meine Bachelorarbeit ebenfalls über Gamification bzw. gamifiziere ich eine begrenzte Mathematikeinheit in der ersten Klasse, führe diese im bevorstehenden Praktikum durch und werte sie anschliessend aus. Es soll möglichst einfach gehalten und ohne digitalen Medien durchgeführt werden. Ich habe mich beim Gründer von Questanja bezüglich guter Literatur gemeldet und er hat mich an dich verwiesen. Anhand deines Blogeintrags hast du etwas Ähnliches gemacht? Könntest du mir allenfalls Tipps/gute Literatur empfehlen? 🙂 Herzlichen Dank und beste Grüsse

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