Keek

Kennt ihr das auch? Man hat einen tollen Gedanken oder eine super Idee und will diesen/diese unbedingt seinen Freunden, Followern und allen, die es interessieren könnte, mitteilen. Bei kleineren Ideen reicht da noch ein Tweet oder eine Statusnachricht bei Facebook. Ist das Ganze aber etwas umfangreicher, schreibt man daraus lieber einen Blogbeitrag und twittert oder postet den. Dort hat man viel mehr Möglichkeiten und vor allem mehr Platz. Was braucht man aber, um einen guten und anregenden Artikel zu schreiben? Richtig – viel Zeit. Und die ist bei den meisten von uns Mangelware. Ich kann mir vorstellen, dass dadurch ziemliche viele Ideen und Gedanken verloren gehen oder jemand anderes auf die gleiche oder eine ähnliche Erkenntnis kommt und gerade Zeit hat…

Vor ca. 1 ½ Wochen bin ich bei einem Tweet der amerikanischen Schauspielerin Candance Cameron Bure (Rolle der DJ Tanner in der US-Serie Full House aus den 80er und 90er Jahren – ich liebe diese Serie!!!) auf einen Link gestoßen, der mich zu Keek führte. Erst mal die App (iPhone, Android) installieren, dann ihren Keek schauen. Die sogenannten Keeks sind Kurzvideos, die maximal 36 Sekunden dauern und die man mit dem Handy oder mit der Webcam aufnehmen kann. In meinem ersten Keek, den ich so geschaut habe, hat @candancecbure ihren Followern gezeigt und erklärt, wie sie ihre Drehbücher lernt. Daraufhin habe ich mir noch andere Keeks von ihr und auch von ihrer Tochter angeschaut und fand das Format echt ganz cool.

Doch was bringt es mir, wenn es außer mir keiner kennt? Den Link zu Keek.com habe ich direkt mal getwittert und siehe da – letzen Freitagmorgen schon war der erste Link auf Twitter zu finden. Christian Spannagel alias @dunkelmunkel auf dem Weg nach Hamburg zum EduCamp – natürlich mit dem Hashtag #echh13, damit alle EduCamper direkt mitbekommen, dass es ein neues „Spielzeug“ im Bereich der Ideenverbreitung gibt. Denn wo macht so etwas mehr Sinn als im Camp selbst? Unsere „Mission“ für dieses Wochenende war also: so vielen Menschen wie möglich Keek schmackhaft machen. Schließlich braucht es ja nicht nur Zeit, um einen Blogbeitrag zu schreiben, sondern auch Zeit, die der anderen zu lesen. Wenn durch Keek nun einige Blogartikel durch kurze Videos eingetauscht werden oder neue Beiträge durch Keeks angekündigt werden, hat man dadurch die Möglichkeit, noch viel mehr Ideen und Einfälle der anderen mitzubekommen, mitzuentwickeln und auch weiter zu verbreiten. Also für alle ein Gewinn.

Und siehe da, es hat funktioniert: hat man vor 2 Wochen noch bei Keek nach Menschen gesucht, die, in unseren Augen, sinnvolle Inhalte keeken, war die Suche ziemlich erfolgslos. Im Laufe des letzten Wochenendes sind schon ein paar dazugekommen (Keek von Jöran Muuß-Merholz alias @jmm_hamburg) und im Laufe dieser Woche konnte man bei Twitter jeden Tag neue Keeks entdecken, mit Inhalten wie OER, digitale Medien im Unterricht, Hörsaalspiele oder Abiklausuren. Das ist doch mal ein guter Anfang.

Also: wenn ihr eine Idee habt, wo ihr denkt, eigentlich müsste ich darüber dringend etwas in meinem Blog schreiben, die Zeit dazu aber absolut nicht da ist – einfach euer Handy oder Tablet oder den PC nehmen und keeken.

So, jetzt seid ihr dran! Ich bin auf eure Kommentare und natürlich Keeks gespannt 🙂

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